Sonnenuntergang Reise Costa Pacifica
  • Reiseberichte

Helles Bier statt Roter Sangria: Reisebericht von Costa Pacifica

  • Reisezeit
    23.11.2015 – 28.11.2015
  • Route & Schiff
    Roter Sangira (westliches Mittelmeer) an der Bord der Costa Pacifica
  • Routenverlauf
    Savona, Barcelona, Valencia, Seetag, Marseille, Savona
  • Lieblingsgetränk
    Bier aus dem Bierpaket
  • Reisehighlights
    Exklusive Führung & Mister Italy Wahl
  • Lieblingsziel
    Marseille
Außenansicht Costa Pacifica
Pool auf Costa Pacifica

Kurzer Flug, schöne Kabine

Die Reise startet um 4 Uhr am Montagmorgen, 23.11.2016. Per Auto geht es zum Frankfurter Flughafen, von wo unser Reisetrupp um 8.45 Uhr mit einer Lufthansa-Maschine nach Mailand-Linate abhebt. Nur 50 Minuten später begrüßt der italienische Regen unsere Kollegen. Bis zur Abfahrt des Costa Busses um 12:30 Uhr zieht es sich ein wenig, am frühen Nachmittag ist es dann aber so weit: Im Hafen von Savona angekommen beginnt der Check-in. Nach der Gepäckabgabe und dem Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens sowie der Sicherheitskontrolle geht es über die Gangway zum Schiff. Hier wird ein Foto für die Bordkarte aufgenommen, die sich wenig später auf der Kabine findet.

Die Premium Balkonkabine empfängt Johannes und Gregor nicht nur mit den Bordkarten, auch ein Obstteller und eine Flasche Sekt stehen bereit. Letztere muss sich noch gedulden, denn der Hunger führt unseren Reisetrupp ins nächste Buffetrestaurant. Nach einem Teller Nudeln folgt ein Orientierungsrundgang über das Schiff der Musik.

Obstteller auf der Kabine

Seenotrettungsübung und „Flash-Mob“ beim Abendessen

Während die Koffer gegen 16:30 Uhr noch auf dem Weg zur Kabine sind, müssen unsere Kollegen zur Seenotrettungsübung. Obwohl rund 120 deutsche Gäste an Bord sind, werden die Durchsagen „nur“ auf Englisch, Italienisch und Spanisch durchgegeben. Darüber ist aber niemand wirklich böse, denn es weht ein eisiger Wind. Als die Übung vorbei ist, steht deshalb erst einmal eine warme Dusche auf dem Programm.

Das anschließende Abendessen nehmen Johannes und Gregor im Bedienrestaurant New York New York zu sich. Die erste Tischzeit, 18:30 Uhr, sowie der Tisch sind auf der Bordkarte vermerkt und wurden durch die Reederei zugeteilt. Das Abendessen ist nicht nur sehr lecker, hier punktet Costa auch mit den selbst zusammenstellbaren Menüs und einem sehr aufmerksamen Service. Etwas störend sind die Fotografen: Sie knipsen auch während des Essens und akzeptieren ein „Nein“ erst nach mehrmaliger Wiederholung. Ein weiteres Kuriosum ist der „Flash-Mob“, der während der Mahlzeit aufgeführt wird – einige Gäste springen von Ihren Plätzen auf und klatschen im Takt mit, andere sind erst einmal verwirrt. So plötzlich, wie die Tanzeinlage begonnen hat, endet sie aber auch wieder und das Schlemmen geht weiter.

Bedienrestaurant New York New York

Bier statt Sangria

Wenn man zum ersten Mal mit Costa verreist, sollte man sich zeitig mit den Getränkepreisen auseinandersetzen. In den Restaurants ist es schwierig, eine Preisliste zu finden und die Erklärungen der Kellner sind zuweilen „lost in translation“. Die Preise für Weine und die Costa Getränkepakete finden sich jedoch auf einem Infoflyer auf dem Tisch. Unsere Delegation entscheidet sich für Bier statt Sangria und ordert (übrigens mehrfach während der Reise) das Bierpaket. Darin sind 20 Carlsberg-Biere (0,4 Liter) für 93,15 Euro enthalten. Die Zahlung erfolgt über die Costa Card. Hierfür muss man innerhalb von 48 Stunden eine Kreditkarte hinterlegen oder Bargeld einzahlen.

Südländisches Abendprogramm, arbeitsreiches Tagespensum

Nach dem Essen wird das Unterhaltungsangebot der Costa Pacifica erkundet. Die Show im Theater und die Animationseinlagen im Atrium sowie in den diversen Bars zeigen: Hier sind keine zurückhaltenden Deutschen, sondern gesellige Südeuropäer am Werk! Unsere Kollegen entscheiden sich für die Around the Clock Bar, wo sie das Bierpaket auskosten. Auch in der Rhapsody Bar und der Disko, die sich zu später Stunde mit mehreren italienischen Schulklassen füllt, lösen sie noch den einen oder anderen Getränkegutschein ein.

Bier

Nach dem Langschläfer-Frühstück im Indoor-Poolbereich machen sich unsere Kollegen an die Arbeit. Arbeit? Ja, schließlich wollen die beiden möglichst viele Informationen rund um Schiff und Reise zusammentragen – nicht zuletzt für diesen Reisebericht. Mit Laptops bewaffnet versorgen sie ihre Kollegen in Saarburg mit den ersten Eindrücken von Bord. Doch wenn man schon mal in Barcelona ist, will man das Schiff natürlich auch verlassen und sich die Stadt ansehen. Genau das machen Gregor und Johannes bei gutem Wetter und starten einen kleinen Spaziergang vom Hafen aus. Die kurzen Hosen erweisen sich allerdings als etwas zu optimistisch: Als sich die Sonne versteckt, wird es doch ganz schön kalt…

Schiffsführung am Seetag

Rechtzeitig vor dem Start der Siegerreise hatte Johannes in Rostock (beim gemeinsamen AIDA und Costa Vertrieb) nachgefragt, ob es während der Tour ein Programm gibt. „Eigentlich nicht“ lautete die Antwort. Die Rückfrage sollte dennoch Wirkung zeigen: Am Seetag klopft es plötzlich an der Kabinentüre und der Guest Relations Manager lädt unsere Kollegen zu einer Schiffsführung ein. Hier kommen alle Gewinner des Buchungswettbewerbs zusammen. Treffpunkt ist um 15 Uhr im Atrio Welcome. Gemeinsam mit Kollegen aus Reisebüros aus Niederbayern und Hamburg sowie Susanne von der deutschen Reisebegleitung und Lars vom Ausflugsbüro an Bord geht es nach einem geselligen Begrüßungstrunk übers Schiff. Dabei wird die Gruppe auf Schritt und Tritt von einem aufmerksamen Sicherheitsbeamten begleitet, der jegliche Film- und Fotoaufnahmen unterbindet – zum Beispiel von der Bühne samt Requisitenraum und Garderobe.

Johannes und Gregor in Barcelona

Im Gegensatz zu den Kussmundschiffen von AIDA Cruises sind die Decks bei Costa anders nummeriert: Deck 0 ist auf der Wasserkante. Die Decks A, B und C liegen darunter. Unsere Führungsriege darf bei der Inside-Führung die Wäscherei, die Crew-Kantinen und die Crew-Bar sehen, über den „Highway“ bis zu den Lagerräumen vordringen und bei der Mülltrennung zuschauen. Anschließend geht es in die Hauptküche. Hier muss die Gruppe zunächst Haube, Mundschutz, Kittel und Schuhüberzieher anlegen. Dann geht es in den enorm großen Kochbereich zwischen den Bedienrestaurants New York New York und My Way, wo gerade die Vorspeise für den Abend zubereitet wird. Nach einem Snack für die Teilnehmer und einem Glas Sekt endet die dreistündige und abwechslungsreiche Führung.

Joggen in Valencia, Sightseeing in Marseille

Unsere Kollegen sehen sich natürlich auch abseits der Pacifica um und unternehmen Landgänge. Da das Fitnessstudio der Pacifica etwas zu niedrig für unseren Gregor ist und er keine Lust hat, den Kopf auf dem Laufband einzuziehen, schnürt unsere Führungsriege in Valencia die Laufschuhe. Vom Hafen joggen Johannes und Gregor am Strand entlang zur Stadt – und wieder zurück.

Costa Pacifica im Hafen

Marseille erkunden unsere Kollegen hingegen per Shuttlebus. Die Highlights: Eine Shoppingmeile, der Weihnachtsmarkt, der Hafen und einige Plätze, die Johannes auf seiner Geburtstagstour mit AIDA zwei Monate zuvor entdeckt hat.

Unterhaltung beim Abendessen, Arbeit in der Around the Clock Bar

Das Abendessen nimmt unsere EURESAreisen Delegation stets im Restaurant New York New York ein, wo der sehr nette Kellner namens Rexter sie bedient. Die etwas aufdringlichen Fotografen, Gesangseinlagen, Polonaisen, A-Capella-Gruppen, publikumswirksam überreichte Geburtstagskuchen und zahlreiche, mit den weiblichen Gästen tanzende, Kellner sorgen für Unterhaltung beim Schlemmen.

Nach dem Essen ist vor der Arbeit, denn an dem einzigen hell erleuchteten Tisch der Around the Clock Bar schlagen Gregor und Johannes allabendlich ihren „Produktivitäts-Hotspot“ auf: Mit Laptop, iPad und Schreibutensilien arbeiten sie an neuen Ideen. Dem brasilianischen Kellner sei an dieser Stelle für den steten „Flüssigkeitsnachschub“ gedankt.

Highlight am letzten Abend: „Mister Italy“-Wahl

Am letzten Abend der Reise ist in der Around the Clock Bar wenig von der Band zu sehen, da es zu einem kleinen hygienischen Unfall gekommen ist. So brechen unsere Chefs ihre Zelte um kurz vor elf Uhr ab, bringen ihre Arbeitsunterlagen auf die Kabine und schlendern Richtung Rhapsody Bar. Wo normalerweise Tanzmusik gespielt wird, ist heute alles anders: Der Abend steht unter dem Motto Grün, Weiß, Rot, die Bar ist proppenvoll und zahlreiche Animateure sind auf der Tanzfläche.

Mister Italy Wahl auf Costa Pacifica

Im Rahmen der „Mister Italy“-Wahl pickt die Costa Crew einzelne Gäste aus dem Publikum, die sich in „sportlichen“ Aufgaben messen. So macht ein als „Kraftprotz“ verkleideter Animateur mit martialischem Gesichtsausdruck vor, wie man einen (Draht-) Kleiderhaken verbiegt. Anschließend müssen zwei Kandidaten ran. Das Problem ist nur, dass ihre Kleiderhaken aus Holz sind. Wer die lustigere Show abliefert, kommt eine Runde weiter. Andere Kandidaten messen sich darin, wer mehr Liegestütze schafft. Im Finale stehen schließlich drei Kandidaten, die eine Strip-Show abliefern. Das Publikum kürt einen Sieger, der sich seine „Adonis“-Figur sicherlich nicht erst während der Reise angefuttert hat – ein großer Spaß (solange man zuschauen darf)!

Punktlandung am Flughafen

Zurück auf der Kabine finden unsere Kollegen zwei gelbe Bänder und die Tageszeitschrift in deutscher Sprache. Darin steht, dass die Kabine um 8 Uhr geräumt sein müsse, der Koffer bis 1 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden könne und der Treffpunkt für alle Abreisenden mit der farblichen Markierung „Gelb“ um 8.45 Uhr im Theater sei. Nach einer kurzen Nacht und einem schnellen Frühstück im Buffetrestaurant auf Deck 9 geht’s folglich ab ins Theater.

Abreisetag

Auf der Bühne steht schon jemand vom Animationsteam, der gefühlte fünf Minuten auf Italienisch, eine Minute auf Englisch und zwei Sätze auf Deutsch spricht: „Wir haben Verzögerung. Warten Sie bitte hier.“ Grund für die Wartezeit ist die fehlende Freigabe des Schiffes durch die Behörden. Diese haben noch alle Hände voll zu tun, da neben der Costa Pacifica auch die Costa Diadema und Magica im Hafen liegen. Rund zwei Stunden später fährt der Bus dann gen Flughafen, wo unsere Kollegen ihren Rückflug knapp – aber glücklich – erreichen.

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