Costa Favolosa Meersicht
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Costa: Italienisches Kreuzfahrterlebnis für Annika und Eva

  • Reisezeit:
    Freitag, 3. bis Freitag, 10. Juni 2016
  • Route & Schiff:
    Land der Wikinger an Bord der Costa Favolosa
  • Routenverlauf:
    Warnemünde, Kopenhagen, Seetag, Andalsnes, Bergen, Kristiansand, Aarhus, Warnemünde
  • Lieblingsgetränk:
    Kaffee
  • Reisehighlights:
    Auslaufen in Andalsnes
Außenansicht Costa Favolosa
Deck auf Costa Favolosa

Unsere Crewmitglieder Annika und Eva sind vom 3. bis zum 10. Juni 2016 zu einer Kreuzfahrt mit der Costa Favolosa nach Norwegen und Dänemark aufgebrochen. Die zwei EURESAreisen Kolleginnen haben auf der 7-tägigen Tour viel gesehen, gegessen und getanzt. Darüber geschrieben hat für Sie Eva.

Ich sitze beim Essen im Restaurant Duca di Borgogna und freue mich über den leckeren Hauptgang, als plötzlich laute italienische Musik ertönt. Unser Oberkellner blickt freudestrahlend seine Gäste an und reißt schaufelartig die Hände in die Höhe. Die meisten sind so verwundert wie Annika und ich. Der Rest schwingt seine weißen Servierten kreisend im Takt über den Kopf und singt lauthals mit. Schon fordert unser peruanischer Kellner uns auf, uns zu erheben und in die Hände zu klatschen. Daraufhin folgt ein einstudierter Tanz der nun kostümierten Servicemitarbeiter. Mit tosendem Applaus geht das Essensspektakel zu Ende. Sie sind verwirrt? Ich war es anfangs auch, deshalb fange ich von vorne an.

Ciao Favolosa

Am Freitag, den 3. Juni 2016, bin ich mit Annika nach Warnemünde gefahren, um die Costa Favolosa unter die Lupe zu nehmen. Für uns ist es die erste Kreuzfahrt mit der Reederei und auch die erste Route zu den Fjorden. Mit Vorfreude und zu viel Wintergepäck betreten meine Kollegin und ich das Schiff, wo uns viele italienische Mitreisende empfangen. Schon stellt sich mir die erste Frage: Wo finden wir die Bordkarte? Erfolg haben wir auf unserer Kabine. Voller Vorfreude und schon bedruckt wartet sie dort auf uns. Sowie das Reisematerial und die Ausflugsinformationen für unsere gesamte Reise. Hier sind wir auch schon beim Highlight der Reise: Dem tollen Zielgebiet.

Bella Fjorde

Wir starten in Kopenhangen, fahren weiter nach Andersen und Bergen in Norwegen und machen vor der Rückkehr nach Warnemünde noch im dänischen Aarhus halt. Kurz: eine traumhafte Route. Noch besser hat es das Wetter mit uns gemeint: Sonne und Urlaubsfeeling machen sich in uns breit und wir sammeln nicht nur Vitamin D, sondern auch tolle Eindrücke.

Eva vor Costa Favolosa

Direkt am ersten Tag sind wir in der dänischen Hauptstadt. Die Vielseitigkeit Kopenhagens bestaunen wir von einem Hop on, Hop off-Bus aus. Das war eine ziemlich gute Idee, da der rote Bus uns ganz entspannt am Cruise Terminal empfängt und wieder entlässt. In der City fahren auf den Kanälen in Booten viele gut gelaunte Gruppen. Noch mehr Menschen tummeln sich am alten Hafen Nyhavn. Der perfekte Platz, um viele unterschiedliche Gesichter zu sehen. „Das ist besser als Kino“, fasst Annika treffend zusammen.

Gesteigert wird unsere Schaulust in Aarhus. Das Auslaufen ist mein persönlicher Höhepunkt. Alle drängen sich an die Reling und lassen sich den Wind durch die Haare wehen. Ich habe Angst, etwas zu verpassen. Doch die Berglandschaft mit vielen Wasserfällen ist endlos und begleitet uns (fast) die ganze Heimreise. Auch das verträumte Fischerdörfchen Kristiansand, zu Deutsch „das stimmt“, macht unsere Reise unvergesslich. Am Hafen sonnen sich gemütlich die Norweger. Nur ein paar Gehminuten entfernt ist das Zentrum des charmanten Dörfchens. Dieses wirkt vor allem durch seine kleinen Häuser verträumt. Hier treffen wir auch zum ersten Mal auf typisch nordisch aussehende Menschen. Blond, hübsch und groß – wir sind endlich fündig geworden.

Eva vor Costa Favolosa

Pasta, Pasta, deliziosa, deliziosa

Apropos Suchen und Finden: Nach dem Essen muss nicht gesucht werden, nur nach dem externen Magen. Morgens, mittags, nachmittags und abends gibt es reichlich was für die Speiseröhre. In Sachen süße Backwaren und Dessert macht der Küchencrew niemand etwas vor: Berge von Croissants, Gebäck, kleine Kuchen und Nachspeisen aller Art gibt es am Buffet. So kann ich auch schnell die Italiener und Franzosen ausmachen – das sind ganz klar diejenigen, die gleich zwei Teller mit gestapelten Süßspeisen zum Tisch tragen. Typisch italienisch erfreue ich täglich meine Geschmacksknospen mit Pasta. Deswegen parken wir im Buffetrestaurant auch immer recht nahe an der Barilla-Ecke.

Costa Favolosa beim Auslaufen

Auch im Restaurant, in dem man sich so viele Gänge bestellen darf wie man möchte, lassen wir uns das „mangiare“ schmecken. Durch die Dauerbefüllung wünschen sowohl Annika als auch ich uns eine bessere Essensdisziplin. Da wir jedoch im Urlaub sind, lassen wir den Gedanken dezent fallen und wünschen uns stattdessen: einen externen Magen.

Applauso!

Wunschlos glücklich bin ich in Bezug auf die Shows im Theater. Sobald die Gänge des Schiffes am Abend leer werden, strömen die meisten Gäste ins Theater. Zurecht, denn die Shows sind sehr gut und abwechslungsreich. Akrobatische Einlagen, tänzerische Höchstleistungen, Pirouetten auf dem Eis und aufwendige Kostüme lassen mein Unterhaltungsbarometer nach oben schnellen. Besonders gut ist auch die Talent Show. „Tú sí que vales“ (Du bist es wert) ist eine bekannte italienische Fernsehshow, die die Reederei auf das Schiff gebeamt hat. Sechs mutige Talente haben sich angemeldet und die kleine Sophia begeistert die Jury mit ihrem Gesang. Behaupten muss sie sich gegen zwei Schnitzkünstler, die Gemüse zu Figuren formen, ein tangotanzendes Duo, akrobatische Einlagen von zwei Tänzern und eine Sängerin und ein Opernsänger. Auch ein anderer Gast erhält eine Auszeichnung. Mit dem Titel „Mister Favolosa“ geht Pedro von Bord. Seiner Lady Gaga-Einlage kann einfach niemand widerstehen.

Costa Favolosa auf dem Meer

Widerstandslos lausche ich auch den vielen Sängern und Musikern an Bord. Am Abend taucht das ganze Schiff in ein musikalisches Meer. Die meist italienischen Lieder verwandeln die vielen älteren Kreuzfahrer zu jungen Hüpfern – und zwar auf der Tanzfläche. Ich bin erstaunt über die „professionellen“ und hüftschwingenden Mitreisenden, die man nicht zwei Mal bitten muss. Sehr zu Freude von meiner Kollegin und mir. Eine Lieblingsbeschäftigung ist tatsächlich Zuschauen und ein paar Schritte aufgreifen.

Auf der „White Party“ gesellen auch wir uns zu den musikbeschwörenden Kreuzfahrern. Diese tanzen auf einem großen Teppich, der extra auf dem Pooldeck ausgelegt wurde. Auf der Favolosa ist man nicht dilettantisch unterwegs, wenn es ums Fuß wippen und gute Beats geht. Auch hat die Crew das Deck 11 ganz in weiß gekleidet: Große Laken schmücken die Poolfläche und auf einer riesigen Leinwand werden die wippenden Gäste übertragen. Auch das Animationsteam trägt zu dem weißen Vergnügen bei und heizt die Schiffsgänger ordentlich ein. Wiedermal bin ich überrascht von der Kondition der älteren Italiener. Klischeehaft haben die gleichaltrigen Deutschen sich das Spektakel von außen angeschaut. Wo wir auch schon bei dem nächsten Thema sind: die Interkulturalität.

Gewinnerin der Costa Talentshow

Comme? Wie?

Aufgrund der Sprachbarriere bekomme ich nicht das ganze Treiben auf dem Schiff mit. Meine nette Kollegin muss des Öfteren die Italienischen Durchsagen und Kommentare übersetzen, um mir auf die Sprünge zu helfen. Auch der ein oder andere Gast hätte eine Erklärung gebraucht. Besonders bei der Wahl der Getränkepakete, da die Anleitung und die inkludierten Drinks nur auf Englisch erklärt werden.

An Kommunikationsdefiziten hat es im Poolbereich zwar nicht gelegen. Aber an der Liebe zur Nähe. Ein Schild weist auf eine Höchstzahl von 16 Personen im Whirlpool hin. Das scheint jedoch keinen zu kümmern und so sitzen alle gerne sehr nah beieinander – natürlich nur, um die Wassertemperatur aufrecht zu halten.

White Party auf Costa Favolosa

Italiano, Spagnolo oder doch Deutscher…

„Es ist so lustig, mit so vielen verrückten Menschen aus aller Welt zusammen zu reisen“, stellt eine Fahrstuhlbekanntschaft fest. Ich schau zu Annika rüber, mit der ich eben noch über die Poolerfahrung gesprochen habe und nicke amüsiert. In der Tat ist das bunte Treiben sehr unterhaltsam. Gerade die Italiener mögen es laut und schrill. So wie die Favolosa selbst. Deshalb sind verwirrende Momente, schmunzelnde Szenarien und komische Situationen im Preis mit inbegriffen. Was ich definitiv als Pluspunkt ansehe. Es wird nicht langweilig. Zusammenfassend kommt von mir deshalb: Eine Kreuzfahrt, die ist lustig. Eine Kreuzfahrt mit Italienern, die ist verrückt. Und schon haben wir die von Costa versprochene Freude hoch 2!

Costa Favolosa Pool auf Außendeck
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