Die Costa Diadema auf See
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Costa reduziert Lebensmittelabfälle an Bord

Costa Kreuzfahrten engagiert sich für Nachhaltigkeit und das verantwortungsbewusste Handeln auf Kreuzfahrt. In einer Pressemeldung hat die Reederei nun ihr neues Programm 4GOODFOOD für einen nachhaltigen Lebensmittelkonsum vorgestellt. Das Kreuzfahrtunternehmen möchte die Lebensmittelabfälle an Bord seiner Schiffe bis zum Jahr 2020 um die Hälfte reduzieren. Das Projekt umfasst dabei nicht nur die Auswahl und Anlieferung der Lebensmittel sowie deren Zubereitung an Bord, sondern bezieht gleichzeitig Passagiere und Besatzungsmitglieder mit ein.

Costa gegen Lebensmittelverschwendung

Gutes Essen stellt für eine gelungene Kreuzfahrt einen entscheidenden Faktor dar. An Bord der Costa Flotte werden jährlich rund 54 Millionen Mahlzeiten zubereitet. Die Wertigkeit von Lebensmitteln, sowie der verantwortungsvolle Verbrauch ist für die italienische Reederei von großer Bedeutung. „Daher haben wir uns praktische Maßnahmen und Wege überlegt, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Mit unserem ganzheitlichen Programm 4GOODFOOD werden wir es schaffen, die Lebensmittelabfälle an Bord unserer Flotte bis 2020 um die Hälfte zu reduzieren“, erklärt Neil Palomba, Präsident von Costa Crociere. Das Kreuzfahrtunternehmen ist so den UN-Nachhaltigkeitszielen um 10 Jahre voraus. Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung haben sich die Vereinten Nationen im Jahr 2015 auf 17 globale Nachhaltigkeitsziele verständigt. Eines davon ist es, die Nahrungsmittelverschwendung bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Peter Bakker, Präsident des World Business Council für nachhaltige Entwicklung (WBSCD) betont: „Um das gewaltige Problem der Lebensmittelverschwendung anzugehen, ist die Unterstützung der Wirtschaft dringend notwendig.“

Das Programm im Überblick: 4GOODFOOD

Das Pilotprojekt zur Verringerung von Lebensmittelabfällen an Bord wurde auf der Costa Diadema bereits seit 2016 erfolgreich getestet. Während der Testphase konnte man beeindruckende Ergebnisse erzielen: Die Abfälle reduzierten sich in nur 11 Monaten um 50 Prozent. Das System wird nun auf der gesamten Flotte eingesetzt. 4GOODFOOD umfasst hierbei jeden Aspekt der Zubereitung und des Verzehrs von Lebensmitteln an Bord. Die folgenden Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • 1. Umstellung auf traditionelle Menüs der italienischen Regionen
    In Zusammenarbeit mit der Università di Scienze Gastronomiche di Pollenzo (Universität für gastronomische Wissenschaften) hat die Reederei die Küche an Bord seiner Schiffe auf traditionelle Menüs der italienischen Regionen umgestellt. Dabei wurden insgesamt 572 Gerichte, entsprechend den saisonalen Angeboten und der Herkunft der Zutaten, überarbeitet.

  • 2. Analyse der Lebensmittelabfälle
    In Zusammenarbeit mit dem britischen Technologie-Unternehmen Winnow, hat Costa Küchenwagen in den Bordküchen platziert und ein zentrales System zur Kartierung, Quantifizierung und Analyse des Lebensmittelverbrauches entwickelt. Die Reederei konnte so schrittweise Maßnahmen an Bord der Schiffe einführen; diese werden heute bereits auf mehr als der Hälfte der Flotte eingesetzt. Costa hat außerdem gezielt 2.400 Mitarbeiter dafür geschult, diese Maßnahmen richtig umzusetzen.

  • 3. Gäste einbeziehen
    Nicht nur die Crew, sondern auch die Gäste wurden bei dem Projekt mit einbezogen: Im Rahmen der Kampagne „Taste don’t waste“ sensibilisiert Costa die Passagiere für ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Buffetbereich. Hierfür arbeitete die Reederei mit der Bürger- und Verbraucherschutzinitiative „Cittadinanzattiva“ zusammen, die die Maßnahmen an Bord der Costa Diadema kontrolliert hat. Fast 90 Prozent der Gäste werteten die Kampagne in einem ersten Test positiv; die Lebensmittelabfälle am Buffet wurden um fast 20 Prozent gesenkt.

  • 4. Menüs an Bedürftige spenden
    Zusammen mit der „Fondazione Banco Alimentare“, dem italienischen Pendant zu den „Tafeln" in Deutschland, hat Costa eine Nahrungsmittelspendenaktion ins Leben gerufen. Das Projekt wurde durch die Initiative der italienischen Abgeordneten Maria Chiara Gadda ermöglicht, die sich im italienischen Parlament für die gesetzliche Regelung für das Spenden von überschüssigen Nahrungsmitteln einsetzte. Als weltweit erste Reederei spendete Costa Kreuzfahrten„ready-to-eat“-Mahlzeiten an Bedürftige. Diese Essen wurden an Bord zubereitet, aber nicht in den Schiffsrestaurants serviert. Die Initiative startete bereits im Juli 2017 an Bord der Costa Diadema in Savona und wurde auf den Hafen von Civitavecchia (Rom) ausgeweitet. In nur sechs Monaten konnten so etwa 16.000 Portionen über lokale Vereine an Bedürftige verteilt werden. 2018 soll das Projekt auf weitere Mittelmeerhäfen, wie Palermo, Cagliari, Bari und Venedig in Italien sowie Marseille, Barcelona, Athen und Valletta (Malta), ausgedehnt werden.

  • 5. Finanzielle Unterstützung der Slow Food Gardens in Afrika
    Das Kreuzfahrtunternehmen unterstützt zudem das von der Slow Food Foundation for Biodiversity geförderte Netzwerk der Food Gardens in Afrika. Der jährlich gespendete Betrag richtet sich dabei nach der erreichten Reduzierung der Lebensmittelabfälle durch die Gäste am Buffet. Die Reederei hat Caro Petrini (Slow Food Gründer) in einem ersten Schritt die Finanzierung von 50 neuen Lebensmittelgärten in Mosambik, Südafrika und Tansania zugesagt und die entsprechenden Mittel übergeben.

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